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Prolog
Prolog
Fast
alle Informationen, die wir uns für unseren ersten Korfu-Aufenthalt besorgt
hatten, stammen aus dem Internet. Es lohnt sich wirklich, einige Stunden zu
surfen und sich die wichtigsten Infos auszudrucken. Unser Bericht ist gewollt
kurz und prägnant gehalten.
Wir waren vor allem auf das Grün der Insel gespannt. Ob sie wirklich so grün
ist, wie überall angepriesen? Skeptisch standen wir unserem Hotel, dem
Messonghi-Beach, gegenüber. Wir hatten einen kritischen Bericht darüber
gelesen.
Eines gleich vorweg. Die Insel ist wirklich sehr grün und blühend und die Befürchtungen,
die wir bezüglich des Hotels hatten, wurden nicht bestätigt.
Die Hotelanlage Messonghi-Beach ist für einen Familienurlaub empfehlenswert.
22.05.2001
Der
Flug von Stuttgart nach Korfu dauert zwar nur zwei Stunden. Unsere Anreisezeit
betrug acht Stunden. Um 4.05 Uhr in Murrhardt weg gefahren - um 4.55 am
Flughafen ins Parkhaus rein. Das Gepäck hatte ich schon gestern Abend
abgegeben. Ein empfehlenswerter Service.
So hatten wir noch genügend Zeit, um in aller Gemütlichkeit eine Tasse Kaffee
zu trinken.
Unsere
Boing 737-800 startete auch pünktlich um 6.20 Uhr, der Service an Bord der
Hapag-Lloyd Maschine war freundlich, die Landung zwei Stunden später war auch
o.k.
Der
Flughafen in Korfu hat mich irgendwie an den Saarbrücker “Airport“ in
Ensheim erinnert. So richtig schön gemütlich - ohne jede Hektik (wenn da nicht
manch ein Tourist am Band gewesen wäre, der sich unbedingt vordrängeln will,
obwohl sein Gepäck noch gar nicht auf dem Band sein kann). Es kann schon etwas
dauern, bis die Koffer endlich erscheinen. Man sollte etwas Geduld mitbringen.
Schließlich ist ja Urlaub und man hat genügend Zeit.
Nachdem
wir unser Gepäck hatten, ging es raus zum Busbahnhof. Es war dank der
freundlichen Unterstützung der Reiseleitung vor Ort kein Problem, den richtigen
Bus zu finden. Nach einiger Zeit hatte
es die Reiseleitung dann fertig gebracht, die Liste der auf verschiedenen
Maschinen eingeflogenen Touristen mit der Anzahl der Businsassen in Einklang zu
bringen. Die Fahrt in die Hotels konnte beginnen.
Der
Bus, der uns beförderte war aus der Mercedes-Schmiede. Gekühlt und bequem. Bis
wir an unserm Ziel, dem Messonghi-Beach Hotel ankamen, war es 11.30 Uhr
Ortszeit. Das war auch nicht weiter schlimm, denn unser Familienzimmer in einem
der Bungalows war erst ab 12.00 Uhr beziehbar.
Bisher
war wirklich alles optimal verlaufen. Auch der Check-In in der Anlage verlief
absolut problemfrei. “Hallo Herr Friedhoff, wie viele Gepäckstücke haben Sie
dabei?“ Ein Gepäckträger war so frei, unser Gepäck in das Zimmer zu
transportieren und uns auch gleichzeitig den Weg dort hin zu zeigen.
Dann
kam die erste Ernüchterung. So schön wie letztes Jahr in Rhodos sah unser
Familienzimmer nicht aus. Vor allem das Bad lies an Größe zu wünschen übrig.
Allerdings fehlt der Anlage gegenüber dem
Blue Bay auf Rhodos auch ein Stern. Und drei Sterne bedeutet eben nur eine
durchschnittliche Ausstattung. Ist schon o.k.
Jetzt
sitzen wir gerade an der Strandbar, wo sich am Nebentisch Horst und Günther
(mit th) mit zwei Frauen über diverse wichtige und unwichtige Sachen
unterhalten. Lassen wir uns mal von dem ersten Abendessen im Messonghi-Beach überraschen.
Der erste Eindruck war jedenfalls positiv.
23.05.2001
Die
erste Nacht auf Korfu haben wir hinter uns gebracht. Gestern Abend nach dem
Abendessen waren wir noch auf der obligatorischen Kinderdisco. Mira und Paula
waren jedoch nicht so begeistert. Sie müssen erst ein Mal warm werden und
Freunde und Freundinnen finden. So sind wir auch recht früh in unser Zimmer
gegangen.
Vorgewarnt
aus diversen Berichten hatten wir schon früh alle Fenster und Türen
verrammelt. Wir wollten keine Stechtiere im Zimmer haben. Uns war aufgefallen,
dass die Zimmerwände noch keine roten Flecken aufwiesen. Also scheint es mit
den Stechmücken auch noch nicht so schlimm zu sein. Die kommen bestimmt erst später
im Jahr – dachten wir. Kurz bevor wir das Licht ausgemacht haben, haben wir
das Zimmer noch einmal akribisch nach Mücken durchforstet. Nichts zu finden.
Wir waren beruhigt und schliefen ein.
Heute
morgen kam das böse Erwachen. Ich hatte an den Armen und Beinen ungefähr 10
juckende Stiche abbekommen. Gabi hat danach etwa 5 Stechtiere mit der extra
mitgebrachten “Muggebatsch“ ins Jenseits befördert. Heute Abend werden wir
uns mit Autan einschmieren. Vielleicht hilft's. Helfen würde bestimmt auch ein
Taucheranzug mit langen Ärmeln und Beinen als Schlafanzug. Dann bliebe aber
immer noch das Gesicht, Hände und Füße frei. Dann lieber gleichmäßig am Körper
verstechen lassen.
Beim
Frühstück ging es zu, wie im Taubenschlag. Das in großen Hotelanlagen übliche
Buffet war reichhaltig, der Kuchen nach unserem Geschmack etwas zu süß und der
“Orangensaft“ aus dem Spender schmeckt auch nicht unbedingt nach Saft,
sondern eher nach Limo. Es hat auch nie jemand behauptet, dass dort Orangensaft
drin ist.
Momentan
ist Mira nur am Nörgeln. Sie will unbedingt in den Swimmingpool. Die Nörgelei
hat auch ihren Zweck erfüllt. Wir haben uns dann auf den Weg zum Pool gemacht.
Von den insgesamt vier Poolanlagen sind immerhin schon drei in Betrieb. Das
reicht auch in der Vorsaison vollkommen. Platz hatten wir jedenfalls genug. Die
Swimmingpools sind absolut gepflegt und sauber.
24.05.2001
Nachdem wir es gestern fertig gebracht hatten, ein Auto zu mieten, haben wir
heute unsere erste Inselrundfahrt gestartet. Die Automieterei ist wie überall
im Süden. Mit etwas Ausdauer, Preisvergleichen und Handeln ist es jederzeit möglich,
einige tausend Drachmen zu sparen. Eine Empfehlung für den einen oder anderen
Anbieter möchte ich nicht aussprechen. Irgendwie sind sie dann doch alle
gleich.
Unser
Seat Ibiza war recht neu und mit Klimaanlage und Kindersitz ausgestattet. Der
Kindersitz kostete pro Tag 500.- Drachmen extra. Die Klimaanlage wäre zwar
heute nicht unbedingt notwendig gewesen, da der Himmel fast den ganzen Tag über
verhangen war. Wenn die Sonne dann aber ein Loch in den Wolken gefunden hat, ist
es gleich bullig heiß geworden.
Wir
folgten ab Moraitika fast genau der Dumont Extra Route Nummer 4 in Richtung
Nordosten. Ab und zu verließen wir die vorgeschlagene Route, um uns das eine
oder andere kleine Dorf abseits der Hauptstraße anzusehen. Das hat auch dazu
geführt, dass wir uns “verirrt“ haben. Das ist aber nicht weiter tragisch,
da alle Wege irgendwann zu einem Ziel führen. Man sollte nicht davon ausgehen,
dass an jedem Ortseingang ein Ortsschild steht und nur Wegkreuzungen und
Gabelungen an besser ausgebauten Straßen sind beschildert. Vor allem im Westen
/ Nordwesten der Insel kann es schon einmal vorkommen, dass eine geteerte Straße
plötzlich zur Schotterpiste wird. Fuß vom Gas und weiter fahren. Irgendwann
taucht wieder ein Schild auf, an dem man sich orientieren kann. Nur wenn man
langsam durch die kleinen Ortschaften tuckert oder auch mal aussteigt, kann man
das Flair dieser Siedlungen bemerken.
Gegen
13.00 Uhr haben wir dann in Paleokastritsa im Pirata zu Mittag gegessen. Sowohl
der Oktopus als auch die Calamari haben gut geschmeckt. Mira war, obwohl sie
normalerweise gerne Tintenfisch isst, heute eher Pizza-mindet. Auch diese und
Gabis Tomatensalat waren sehr schmackhaft.
Nach
dem Mittagsessen sind wir weiter in Richtung Angelokastro gefahren. Da Paula
gerade eingeschlafen war, haben wir darauf verzichtet, die Burg zu besteigen.
Das hätte pro Weg sicherlich eine knappe Stunde gedauert. Unser nächstes Ziel
war der Strand “Agios Georgios Pagon“. Auf dem Weg dort hin gibt es einige
herrliche Aussichtspunkte. Wenn es nicht so diesig gewesen wäre, wäre die
Aussicht sicherlich noch besser gewesen.
Der
oben genannte Strand ist wirklich schön. Es ist ein flach abfallender, reiner
Sandstrand. Dabei ist der Sand noch so grobkörnig, dass er sich leicht wieder
von der Haut bringen lässt und auch Kontaktlinsenträgern nicht den letzten
Nerv raubt. Wirklich empfehlenswert.
Nach
dem Badeintermezzo haben wir uns durch verschiedene kleine Dörfer wieder auf
die nächst breitere Straße in Richtung Kerkyra geschlichen. Vom Strand bis zu
unserem Hotel in Moraitika muss man für die Fahrt etwa 1,5 Stunden einplanen -
wenn nicht zu viel Verkehr herrscht und man sich an den Fahrstil auf Korfu gewöhnt
hat. Das geht normalerweise allerdings recht schnell.
25.05.2001
Als
wir heute morgen auf die Terrasse gingen, waren wir hocherfreut. Der kleine
Schauer am gestrigen Abend hatte die ganze Diesigkeit aus der Luft gewaschen.
Die Stechmücken haben wir mittlerweile auch irgend im Griff. Zu viert haben wir
in der letzten Nacht nur zwei Stiche abbekommen. Die Viecher scheinen satt zu
sein.
Nach
einem recht frühen Frühstück waren wir schon gegen 9.30 in Kerkyra. Es lohnt
sich, früh dort zu sein. Dann hat man wenigstens keine Probleme, einen freien
Parkplatz zu finden. Obwohl es anscheinend üblich ist, möchte ich den
Mietwagen nicht unbedingt in zweiter Reihe abstellen. Wer weiß, wo ich das Auto
dann suchen muss.
Alle
Teile Kerkyras haben ihren eigenen Flair. Der verwinkelte autofreie Bereich der
Altstadt ist mit Shops und Tavernen aller Art vollgestopft. Autofrei bedeutet
allerdings nicht, dass dort keine Roller und Motorräder fahren. Die Zweiräder
gehören eben dazu.
Eine
Aufdringlichkeit seitens der Shopinhaber oder Tavernenkeeper konnten wir nicht
feststellen. Das war letztes Jahr in Rhodos-Stadt viel schlimmer.
Zu
kaufen gibt es alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. In einer
Ecke würde sich der Feuergott wohl fühlen. Schüsseln, Schälchen, Figuren in
Massen - und alles aus Olivenholz. In einigen Shops kann man auch noch
zuschauen, wie die Stücke hergestellt werden. Und auch der Geruch in den Geschäften
ist unbeschreiblich gut.
In
anderen Läden gibt es Schmuck in großer Auswahl, manche andere haben sich auf
Kleidung spezialisiert, die es nicht überall zu kaufen gibt. Schauen,
Vergleichen und Handeln zahlt sich
bestimmt auch hier aus.
Wenn
wir schon mal in Kerkyra sind, darf natürlich ein Besuch des Endes der
Landebahn des Flugplatzes nicht fehlen - sprich, wir sind in Richtung Mäuseinsel
gefahren. Wenn man weiß, wo der Weg lang geht, ist es nicht schwierig, die Mäuseinsel
zu finden. Am besten aus der Innenstadt in Richtung Flughafen fahren und kurz
vor dem Flughafen links abbiegen. Dann kann man nichts mehr verkehrt machen.
Durch enge Straßen immer geradeaus. Irgendwann hat man den Parkplatz erreicht.
Übrigens.
Das Autofahren in Kerkyra ist wirklich interessant. Es wird relativ wenig
gehupt, kaum gedrängelt, zum Teil kreuz und quer chaotisch gefahren -
aber es funktioniert bestens. Athen ist da schon eine Spur schlimmer. Dort gibt
es nämlich zum Teil sechs Fahrspuren in einer Richtung. Die gibt es auf Korfu
nicht. Beide Städte haben allerdings eines gemeinsam. Es gibt kaum
Hinweisschilder auf den “richtigen“ Weg. Orientierungssinn ist gefragt, wie
überall auf der Insel.
Den
Shop vor der Mäuseinsel haben wir uns angeschaut, sind aber nicht mit dem Boot
übergesetzt. Es lag nicht an den 500 Drachmen pro Person, sondern daran, dass
die Kinder unbedingt das Sissi-Schloss sehen wollten.
Wenn
man sich den Weg zur Ferienresidenz der Kaiserin auf einer Karte anschaut, sieht
das aus Richtung Kerkyra
kommend recht einfach aus. Und es ist auch so. Ganz einfach den braunen
Schildern in Richtung Achillion folgen. Dann kann nichts schief gehen. Nie vom
Hauptweg abbiegen, auch wenn es eng wird.
Ich
denke, dass das Sissi-Schloss das am besten gepflegte Gebäude auf Korfu ist.
Ein Besuch ist wirklich lohnenswert. Sich allein vorzustellen, dass Unsereins
als Pauschaltourist unterwegs ist und gerade mal ein paar tausend Mark ausgibt.
Einer Kaiserin hat das vor runden hundert Jahren nicht gereicht. Das Haus, das
in Gastouri auf einer Anhöhe steht, hat sicherlich einiges mehr gekostet. Der
Ausblick ist grandios. Noch grandioser sind aber die Scharen der Bustouristen,
die durch das Anwesen getrieben werden. Im Garten haben wir beobachtet, wie sich
etwa 50 Menschen auf Anweisung einer italienisch sprechenden Führerin die Hälse
verrenkt haben, um im Gipfel einer Palme etwas zu entdecken. Wir konnten nicht
nachvollziehen, was es dort zu entdecken geben soll. Ich verstehe auch kein
Italienisch. Vielleicht hat dort damals der Lieblingsvogel von Sissi sein Nest
gehabt. Das Sissi-Schloss ist jedenfalls ein Muss.
Nach
dem Abendessen hatte ich noch ein 90 minütiges Gespräch mit Costas Athanassiou,
dem General Manager des Hotes Messonghi-Beach. Ich wollte einfach ein wenig mehr
über die Anlage erfahren. Siehe dazu den gesonderten Bericht.
26.05.2001
Heute haben wir uns vorgenommen, den Süden der Insel in Augenschein zu nehmen.
Wir wollen von Moraitika aus über die Dörfer entlang der Ostküste bis auf die
Hauptstraße in Perivoli und dann weiter in den Südzipfel der Insel fahren.
Mangels Wegweisern landeten wir leider schon in Linia wieder auf der “roten
Route“. Dazu genügt es, irgendwo in der Pampa ein mal rechts anstatt links zu
fahren. Und das passiert schnell. In der Ortsdurchfahrt von Perivoli gibt es
etwas ganz Besonderes. Eine Ampel mit einem Schild darunter. Nicht die Ampel,
sondern das Schild ist lustig. Dort steht nämlich drauf, dass die Rotphase
genau 3 Minuten und 16 Sekunden beträgt. Nachdem wir die Ampel passiert hatten,
wussten wir warum es sie gibt. Die Ortsdurchfahrt ist teilweise wirklich so eng,
dass zwei Busse im Gegenverkehr ihre Probleme hätten.
Lefkimi
haben wir durchfahren und sind dann über Melikia in Richtung Kavos weiter. Am
Ortseingang von Kavos fallen als erstes zwei Cart-Bahnen auf. Dann geht es
richtig los. Kavos ist Lloret de Mar und Ballermann 6 hoch 15. Korfioten können
sich dort bestimmt nicht mehr wohl fühlen. Wo das Auge hinschweift nur
englischsprachige Schilder. Da wird angepriesen, dass es auch noch Abends
englisches Frühstück gibt, mitten im Ort steht so eine Riesenschleuder, mit
der man sich in den Abendhimmel schießen lassen kann, die Billardpubs und
Spielhöllen übertreffen sich an Größe und Buntheit, an einer Ecke versucht
ein Sensenmann Gäste zu locken und der Strand ist furchtbar schmal. Für
Menschen, die so etwas lieben, mag dieser Ort das Größte sein. Von uns bekommt
er fünf Minussterne.
Nachdem
wir den Ort des Grauens hinter uns gelassen hatten, haben wir Lefkimi auf der
roten Route umfahren. Irgendwann scheint es mal günstig Teer und Straßenlampen
gegeben zu haben. Die Ortsumfahrung von Lefkimi ist fast so breit wie eine
Autobahn und alle paar Meter steht eine hohe Lampe. Dann sind wir an die Ostküste
nach Petriti gefahren. Petriti ist von den Orten, die wir bisher gesehen haben,
der aufgeräumteste und der sauberste. Die Häuser schön gestrichen und mit
viel Blumenschmuck versehen, kaum Bauruinen und auch keine verrosteten Autos am
Straßenrand. Nur im Hafen liegt ein wenig Kram in der Gegend rum. Das Personal
in der Taverne direkt am Hafen ist sehr freundlich und kinderlieb. Petriti ist
einfach das krasse Gegenteil zu Kavos.
Mittlerweile
war es früher Nachmittag und wir wollten noch baden. Was liegt näher, als den
Strand Agios Georgios Argiradon auf der gegenüber liegenden Inselseite
aufzusuchen. Am Meer angekommen sind wir nach rechts bis an die letzte Taverne
gefahren und haben dort geparkt. Wie überall um diese Jahreszeit gibt es Parkplätze
im Überfluss und auch am Strand gab es freie Liegen zur Genüge. Der Strand ist
wirklich genial. Ein richtig schöner Sand, der auch bei Wind nicht in den Zähnen
knirscht. Der Strand ist flach abfallend und vor allem einige Kilometer lang.
Haie haben wir keine gesichtet, dafür gibt es etwas weiter draußen zwischen
den Felsen Fische und auch Seeigel. Taucherbrille und Schnorchel sollte man
dabei haben. Es lohnt sich wirklich, denn das Wasser ist glasklar.
27.05.2001
Heute ist der letzte Tag, an dem wir mobil sind, denn morgen früh werden wir
unser Auto abgeben müssen.
Deshalb
sind wir heute noch ein mal über die Dörfer gefahren. Von Moraitika aus über
Strongili, Kornata nach Makrata. Dort sind wir rechts nach Komianata abgebogen.
Ausgeschildert ist an der Abzweigung Stavros, obwohl der Ort gar nicht auf
unserer Karte eingezeichnet ist.
Die
Fahrt den Berg hinauf ist wirklich lohnenswert. Dort, wo die Straße aufhört
liegt ein ganz kleines, malerisches Dörfchen, das man nur zu Fuß erkunden
kann. Und es gibt einige Stellen an der Straße, von denen aus man einen
herrlichen Blick in Richtung Kerkyra und zum Agii Deka hat. Die Fahrt auf diesen
Berg wollten wir unserem Seat nicht unbedingt zumuten, obwohl ein Besuch dort
oben sicherlich auch lohnenswert ist.
Über
Kastellani fuhren wir weiter nach Agios Mattheos. Dort gibt es an der Hauptstraße
einige gemütliche Tavernen, von denen aus man sich das Treiben auf der Straße
in aller Ruhe anschauen kann.
Danach
war wieder Baden am Strand Agios Georgios Argiradon angesagt. Vor dem Badevergnügen
waren wir noch in der Taverne Fame, die direkt am Strand liegt. Sowohl das
Moussaka als auch das Omelett waren vorzüglich und die Preise trotz Strandlage
human.
Drei
Häuser neben dem Fame ist die Taverne Carisma, die von Deutschen betrieben
wird. Dort gibt es nicht nur zu essen und zu trinken, sondern man kann dort auch
Surf- und andere Wassersportkurse buchen sowie Surfbretter mieten. Das Carisma
verfügt über eine Satellitenempfangsanlage, so dass man sich dort auch ein
Formel1 Rennen auf RTL anschauen kann. Heute hat mal wieder Michael Schumacher
in Monaco gewonnen.
28.+29.05.2001
Eine Woche Urlaub vergeht wie im Fluge. Am letzten Tag auf Korfu waren wir noch
in Moraitika und Messonghi spazieren und haben es uns am Strand des Hotels gemütlich
gemacht. Brutal war das frühe Aufstehen am letzten Tag. Schon um 6.30 Uhr hat
uns der Bus am Hotel abgeholt. Kurz nach sieben waren wir dann schon am
Flughafen. Dann dauerte es bis gegen 9.00 Uhr bis der Schalter zu Check-In
aufmachte. Fliegen sollten wir um 10.25 Uhr. Da kam aber erst unser Flugzeug aus
Stuttgart an, so dass sich dann alles um eine Stunde nach hinten verschoben hat.
Brutal war auch die Parkgebühr im Parkhaus A2 des Stuttgarter Flughafens. Für
eine Woche, acht Stunden und ein paar Minuten hatten wir 120.- DM zu berappen.
Epilog
Korfu
ist jedenfalls mehr als eine Reise wert. Man sollte allerdings mindestens zwei
Wochen Zeit mitbringen und so viel wie möglich zu Fuß oder mit einem Fahrzeug
auf der Insel unterwegs sein. Zum Baden an den zum Teil sehr schönen Stränden
bleibt dann nachmittags immer noch genügend Zeit. Falls man zum Wandern nach
Korfu fährt, sollte man auch festes Schuhwerk nicht vergessen. Schlagen schlängeln
nämlich nicht nur im Gebüsch, sondern auch auf Straßen und Wegen umher.
Das
Klima Ende Mai war angenehm, nachts um die 21 °C tagsüber zwischen 22 °C und
knappen 30 °C. Es herrschte eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, so dass die
Kleider selbst in den Schränken richtig klamm wurden. Das ist aber nicht weiter
tragisch, man spürt es nur ganz kurz beim Anziehen.
Wir
wünschen allen, die ihren Korfu-Urlaub noch vor sich haben, einen angenehmen
Aufenthalt auf der "grünen Insel".
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