Das Wetter im März 2010 zeigte uns wieder einmal, dass grüne Wiesen zum Monatsersten noch lange keinen echten Frühling bedeuten. Denn: Es dauerte gerade mal eine knappe Woche, bis der Winter wieder Einzug hielt. Siebzehn Tage mit Frost, die vor allem in der ersten Monatshälfte angesiedelt waren, ließen zunächst den Eindruck eines kalten Monats entstehen. Statistisch gesehen fiel der März 2010 im Vergleich zum Referenzzeitraum 1961-1990 aber ein wenig zu warm aus. Die Durchschnittstemperatur lag bei 4,6 °C und damit ein knappes Grad über dem Schnitt. Der Höchstwert der Temperatur wurde am 25. mit 25 °C erreicht. Dies ist immerhin ein Sommertag. Das Minimum lag am 8. bei –11,4 °C. Es fielen 64 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, was etwa 70 Prozent des sonst üblichen Märzmittels sind. Der Luftdruck schwankte in einer Bandbreite zwischen 989 und 1029 Hektopascal (hPa).
Mit einem frostigen Morgen und einem sonnendurchfluteten Tag begann der März 2010. Nachmittags konnte das Thermometer auf knappe 13 °C steigen. Auch an den Folgetagen dominierte das gleiche Wettermuster mit eisigen Temperaturen in der Frühe und einem Sonne-Wolken-Mix tagsüber, wobei die einstelligen Höchsttemperaturen durch einen bissigen Wind kühler empfunden wurden.
01.03.2010: Strahlend blauer Himmel
Nach einem sonnigen, aber sehr kalten Freitag kam vielen der erneute Wintereinbruch in der Nacht zum Samstag trotz Vorwarnungen der etablierten Wetterdienste überfallartig vor. Es begann etwa um zwei Uhr zu schneien und hörte nach etwa 12-15 Zentimetern Schneehöhe am frühen Morgen wieder auf. Tagsüber konnten wir zwischen einzelnen Schneeschauern immer wieder die große Kraft der Märzensonne verspüren.
06.03.2010: Neuschnee im Garten
Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre, denn von früh bis spät schien die Sonne bei einem eisigen Ostwind von einem blank gefegten Himmel. Dies hatten wir den Hochs Isidor I und II zu verdanken, die sich mit einem Kerndruck von 1030 Hektopascal über dem Rigaischen Meerbusen und über Schottland einnisteten. Bis zur Mitte der zweiten Märzwoche wurden wir weiterhin von viel Sonnenschein verwöhnt, der eisige Wind blieb uns erhalten und die Schneeauflage wurde ganz langsam hinweggeleckt.
09.03.2010: Karnsberg
Bevor der Schnee komplett verschwunden war bekamen wir am Donnerstag (11.) noch einmal eine kleine Packung des weißen Geflöcks ab. Der Freitag war bei etwa 2 °C Höchsttemperatur nebelverhangen grau, der Samstag ebenso und der Sonntag (14.) war der erste Tag im laufenden März, der vollkommen frostfrei war.
12.03.2010: Im Wald herrscht noch der WInter
Die dritte Märzwoche schickte sich an, ein wenig Frühling zu uns zu schicken. Nach einem verregneten Dienstagmorgen ging es ab Mittwoch vor allem mit den Temperaturen bergauf. Nach 14 °C am Mittwoch stieg das Thermometer am Donnerstag bei schwacher Schleierbewölkung auf immerhin 19,7 °C. Der Freitag (19.) zeigte sich ein wenig bewölkter aber mit 21 °C Höchstwert der Temperatur recht mild. An jenem Abend zeigte das Thermometer um 19.00 Uhr erstmalig noch etwa 12 °C an. Dies war der Startschuss für die diesjährige Krötenwanderung.
19.03.2010: In diesem Jahr: späte und spärliche Haselblüte
Das dritte Märzwochenende war abgesehen von leichtem Regen am Sonntagmorgen windig mild mit Plusgraden im hohen Zehnerbereich. Durch die Woche ging es dann mit zum Teil leicht frostigen Nächten und sonnendurchfluteten Tagen.
21.03.2010: Wolkenbild am Nachmittag
Das Thermometer zeigte von Tag zu Tag höhere Werte an. Am Tag Mariä Verkündigung stieg es sogar auf sommerliche 25 °C. Tags darauf war es vormittags zunächst noch recht warm bevor ein einzelner Donner kurz nach Mittag das warme Frühlingsintermezzo beendete. Die beiden Folgetage waren eher von Schauern geprägt, die Temperatur stieg nur noch knapp über 10 °C.
28.03.2010: Erster Austrieb am Holunder
Am letzten Märzmontag und -dienstag war es mit um 20 °C wieder etwas wärmer. Den Übergang in den April bildete am Dienstagabend ein kurzes Gewitter, das abermals einen Schwall Kaltluft mit einer aprilwettrigen Großwetterlage in seiner Schleppe hatte. Ein Trost blieb uns: Am Monatsletzten überschritt die Grünlandtemperatursumme den magischen Wert von 200. Damit stand rein theoretisch einem breit angelegten Vegetationsbeginn nichts mehr im Weg.